Anime & Manga in Japan

Die Welt der Animes und Manga spielt nicht nur in Japan, sondern mittlerweile auch in weiteren Teilen der Welt, wie Deutschland, Großbritannien oder den USA, eine wichtige Rolle in den Bereichen Popkultur, Merchandising und Medien. Auch in unserem deutschen Fernsehen gibt es schon seit einigen Jahren verschiedene Animeserien, wie Pokemon, Sailor Moon oder One Piece zu sehen, die alle auf einem vorher erschienen Videospiel oder Manga basieren. Eine große Rolle spielen diese Sendungen deshalb, weil sie eine große Fangemeinde gebildet haben, die sich ebenfalls zunehmend für den kulturellen Austausch mit Japan interessiert. Animes und Mangas sind also für viele der erste Anreiz sich mit dem Land Japan auseinander zu setzen. Genau deshalb finden diese beiden Formen der Medien auch einen wichtigen Platz in unserem Magazin.

Manga

Der Manga als Kunstform hat sich aus den frühen traditionell japanischen Holzschnitten, sowie dem Einfluss europäischer Karikaturen nach dem zweiten Weltkrieg entwickelt. Heute gibt es zahlreiche Manga- Serien, die entweder als Kapitel in einer Zeitschrift oder als Comicband auf dem Markt erscheinen. Auch der Beruf des Manga – Zeichners, des Mangakas, ist nicht nur in Japan, sondern auch in Deutschland anerkannt und wichtig geworden. So gibt es mittlerweile tatsächlich ein paar Menschen weltweit, die ihren Lebensunterhalt mit dem Zeichnen von Mangas und größeren Illustrationen, sowie dem Design von Merchandise verdienen. Falls du dich im Bereich Manga noch nicht so gut auskennst, solltest du unbedingt weiter lesen, denn wir haben hier alle wichtigen Informationen für (angehende) Manga-Fans gesammelt.

Manga Genres

Bei den Manga Genres lässt sich vor allem zwischen “shojo” (jap. Mädchen) und “shonen” (jap. Jungen) unterscheiden. Bei den “shojo” – Mangas, wie “DoReMi”, “Kamikaze Kaito Jeanne” oder “Card Captor Sakura”, geht es oft um weibliche Protagonisten, sowie die Themen Liebe, Zauberei, Freundschaft und den Kampf gegen das Böse. Die Mangas für Jungen (“shonen”), zu denen zum Beispiel Serien, wie “Dragon Ball” oder “One Piece”, drehen sich oft um Kämpfe zwischen Rivalen, aber ebenso um Freundschaft und Heldentum. Die Thematiken, mit denen sich die Mangas der verschiedenen Mangaka beschäftigen reichen von Bildungsthemen, die dem Leser Geschichte oder japanische Traditionen näher bringen sollen, bishin zu fantasievollen Geschichten über Feenwelten, Piraten, Hexen und Zauberer und vieles mehr. Genauso gibt es natürlich auch Mangas, die von aktuellen Themen aus dem japanischen Alltagsleben handeln. In “School Rumble” geht es zum Beispiel um das Leben und die Beziehungen von Schülern einer japanischen Oberschule. Der Manga “Yakitate!! Japan” handelt von einem Jungen, der ein typisch japanisches Brot erfinden möchte. Der Thematik und der Fantasie bei der Produktion von Mangas sind also keine Grenzen gesetzt.

Tipp: Wenn du nun neugierig geworden bist und selbst gerne Mangas lesen möchtest, allerdings nicht weißt wo du bei der großen Auswahl beginnen sollst, dann schau dich doch einmal in einer gut sortierten Buchhandlung um. Dort findest du verschiedene Mangas auf Deutsch und bekommst so einen guten Überblick über die Zeichenstile und Geschichten, die dir gefallen könnten.

Manga

 

Der Beruf Mangaka

Um Mangaka werden zu können, braucht man zuerst einmal Zeichentalent und dann sehr viel Übung, um die verschiedenen Techniken zu lernen. Während die schwarz-weißen Comicteile der Mangas traditionell mit Tusche gezeichnet werden, so werden Farben heute oft mit speziellen Künstlerstiften oder auch digital hinzugefügt. Den Umgang mit dem künsterlischen Handwerkszeug kann man in Japan an speziellen Mangaschulen oder in Mangazeichenkursen erlernen. Wer Mangaka werden möchte, muss sich mit seinen Zeichnungen bei einem Zeichenwettbewerb oder direkt bei einem Zeichenteam bewerben. Wird man dort aufgenommen, so beginnt man zuerst einmal mit der Assistenzarbeit für größere Mangaproduktionen. Das könnte die Gestaltung von Hintergründen oder das Kleben von Folie für Schattierungen beinhalten. Macht man seine Arbeit gut, bekommt man irgendwann vielleicht die Chance auf eine eigene Serie. Der Beruf des Mangaka verlangt daher definitiv einiges an Durchhaltevermögen, harte Arbeit und auch die Leidenschaft zum Zeichnen, denn viele Zeichner müssen mit einem kleinen Gehalt und geringen Aufstiegschancen leben.

Berühmte japanische Mangaka

Zu den bekannten Mangaka aus Japan zählt zum Beispiel das vierköpfige Zeichenteam “CLAMP”, das unter anderen für die Serien “Card Captor Sakura” oder “Chobits” verantwortlich ist. Darüber hinaus gibt es noch weitere berühmte Shojo – Künstlerinnen, wie Arina Tanemura (u.a. “Kamikaze Kaito Jeanne”, “Princess Sakura”), Naoko Takeuchi (u.a. “Sailor Moon”), Kaori Yuki (u.a. “Angel Sanctuary”, “Fairy Cube”) oder Ai Yazawa (u.a. “Nana”, “Paradise Kiss”). Im Bereich Shonen – Manga ist die Zeichnerin Rumiko Takahashi für ihre Werke “Ranma ½” und “Inuyasha” zu großer Beliebtheit und Berühmtheit gekommen. Weitere wichtige Namen aus dem Genre sind unter anderem Takeshi Obata (u.a. “Death Note”), Akira Toriyama (u.a. “Dragon Ball”), Masashi Kishimoto (u.a. “Naruto”) und Tite Kubo (“Bleach”). Natürlich gibt es noch viele weitere Mangaka, die bekannte Manga- und Animeserien produziert haben. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile Mangaka, die deutsche Mangas produzieren. Diese sind häufig von japanischen Vorbildern inspiriert und bilden somit eine interessante Mischung aus japanischen und deutschen Zeichenstil.

Deutsche Mangaka

Einige wenige Deutsche sind bei uns als Manga – Zeichner bekannt geworden. Auch hier gelangten viele über Zeichenwettbewerbe an die Möglichkeit an einem eigenen Mangaprojekt arbeiten zu können. Bekannte Namen in der deutschen Manga Szene sind zum Beispiel Judith Park (u.a. “Dystopia”), Christina Plaka (u.a. “Prussian Blue”, “Yonen Buzz”) und Anne Maren Delseit (z.B. “Lilientod”).

Zeichentwettbewerbe und Buchmessen

Wenn du dich auch für das Manga Zeichnen interessierst, solltest du dich bei den Zeichenwettbewerben der jährlich stattfindenden Buchmessen, wie zum Beispiel in Leipzig (Leipziger Buchmesse) oder Frankfurt (Frankfurter Buchmesse) umschauen. Hier werden neue Mangakünstler, sowie die neuesten Manga aus Japan und dem Rest der Welt vorgestellt.

Manga- und Cosplay Conventions

Wichtige Termine für alle Anime- und Mangafans sind die Manga- und Cosplay Conventions, die überall in Deutschland verteilt stattfinden. Hier treffen sich Manga Fans, um sich über ihre Manga- und Anime Favoriten, sowie Japan und die japanische Kultur auszutauschen. Viele Teilnehmer erscheinen anlässlich des Cosplay Wettbewerbs in Kostümen und stellen (oft als Gruppe) Charaktäre aus verschiedenen Anime- und Mangaserien dar. Darüberhinaus gibt es ein von Show-Acts und Theatergruppen gefülltes Programm, das in der Regel auch einen Special Guest ankündigt. Da zu diesen Conventions auch oft japanische Künstler eingeladen werden, sind sie die perfekte Gelegenheit, um seinen Star einmal live zu erleben, Fragen zu stellen und eventuell auch ein Autogramm zu bekommen. Falls du dich für Manga- und Cosplay Conventions interessierst, schau doch mal unter den folgenden Links einiger der bekannten Veranstaltungen in Deutschland.

Anime

Anime

Neben den Mangas oder Comicbüchern sind auch die animierten Zeichentrickserien aus Japan weltweit super beliebt und ziehen riesige Fangemeinden an. Viele der Serien, die in Japan große Erfolge feierten, wurden dann in andere Länder exportiert. In Deutschland wurden zum Beispiel Serien, wie “Sailor Moon”, “Dragon Ball”, “Inuyasha”, aber auch nostalgische Animes, wie “Katzenauge”, “Mila Superstar” und “Lady Oscar” im Fernsehen gezeigt und generierten viele Zuschauer. Auch hier gibt es verschiedene Genres, die am einfachsten in Shojo und Shonen zu unterteilen sind. Die Thematiken sind so breit gefächert, wie bei den Mangas und auch hier gibt es Serien, die sich im Bereich Science Fiction bewegen. Ein Manga, der gut läuft wird in der Regel zu einer Serie gemacht. So gibt es zu vielen der oben genannten Mangas,wie “Ranma ½”,”Death Note” oder “Naruto” ebenso erfolgreiche Animes. Die Produktion animierter Serien erlaubt darüber hinaus auch eine Kooperation mit anderen Medien. So werden die Soundtracks für berühmte Animeadaptionen meist von berühmten japanischen Sängern gesungen. Genauso werden viele Künstler durch den Erfolg einer Serie berühmt.

Animeserien

Es gibt zahlreiche Animeserien, an die du dich vielleicht sogar noch aus dem Fernsehen erinnern kannst. “Sailor Moon” wurde nun schon einige Male genannt, einfach aus dem Grund, dass es eine der Serien ist, an die sich viele Leute (ob Japan- Fan oder nicht) noch erinnern können. Ähnlich wie “Sailor Moon” sind zum Beispiel Serien, wie “Wedding Peach” oder “Pretty Cure”. Ältere Serien, wie “Frau Pfeffertopf”, “Die Macht des Zaubersteins” oder “Die Moomins” mögen dem ein oder anderen ebenfalls ein Begriff sein. Moderne Animes sind zum Beispiel “Die Melancholie der Haruhi Suzumiya” oder “Soul Eater”.

Filme

Zu vielen Animeserien wurden ebenfalls Kinofilme produziert. Möglicherweise erinnerst du dich noch an die “Pokemon” – Filme, die zahlreiche Besucher in die deutschen Kinos lockten. Auch zu den Serien “Dragon Ball” und “Yu-Gi-Oh” gibt es Filmadaptionen. Nicht alle animierten Filme aus Japan basieren auf Mangas oder Animes. Die Produktionsfirma “Studio Ghibli”, zum Beispiel, wurde mit Eigenkreationen, wie “Mein Nachbar Totoro”, sowie dem mit einem Oscar ausgezeichnete Film “Chihiros Reise ins Zauberland” und “Das wandelnde Schloss” weltberühmt. Der berühmte Regisseur Hayao Miyazaki arbeitete mit einem talentierten Team an den meisten der Ghibli Filme und führte sie zu einem riesigen Erfolg. Das Besondere an den Filmen ist nicht nur die fantasievolle Welt, die in jedem Film eine eigene ist, sondern auch die Art und Weise, wie Gefühle zart und doch eindrucksvoll übermittelt werden.

Filmtipp: Für Ghibli – Einsteiger und alle, die an japanischer Kultur und den Mythen und Sagen der japanischen Religionen interessiert sind: “Chihiros Reise ins Zauberland” beschreibt die Geschichte eines jungen Mädchens, das durch das Tor eines verlassenen Freizeitparks in eine atemberaubende Zauberwelt eintritt, in der sie sich gegen die Hexe Yubaba behaupten muss, um ihre Eltern zu retten. Auf ihrem Abenteuer begegnet sie neuen Freunden, wie den kleinen Rußmännchen und dem Jungen Haku, die sie trotz aller Hindernisse bei ihrem Vorhaben unterstützen. Eine magische Welt voller Wunder und die Geschichte eines Mädchens, die mit Witz und Geist alle Hürden meistert. Ein wahnsinnig spannender und empfehlenswerter Film.

Du suchst noch nach einem Programm für Japan?

Starterpaket Japan | Work and Travel Programm

Starterpaket Japan | Work and Travel Programm

Das clever geschnürte Starterpaket Japan vom Work and Traveller bietet Backpackern einen optimalen Einstieg in erlebnisreiche Working Holidays. Das „Land der aufgehenden Sonne“ fasziniert seit Jahren immer mehr Touristen, Weltenbummler und Backpacker. Besonders reizvoll: Vermeintliche Gegensätze wie Kultur & Alltag, Moderne & Traditionen mischen sich in Japan eindrucksvoll. Work & Travel ermöglicht jungen Backpackern einen […]

Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.