Unterschiede zwischen Japan und Deutschland

Nicht nur aufgrund der Entfernung, sondern auch wegen der unterschiedlich entwickelten Kulturformen und Traditionen liegt eine Tatsache auf der Hand: In Japan ist vieles anders, als in Deutschland. Trotz der vielen Unterschiede kann man sich in Japan relativ einfach zurecht finden. Die Menschen in Japan sind für ihre Gastfreundlichkeit bekannt und sie unterstützen Neulinge gerne dabei ihre Kultur zu verstehen. Damit die Unterschiede zur Heimat nicht ein allzu großer Schock für dich werden, haben wir hier die Größten für dich gesammelt.

IMG_4730

 

Keine Mülleimer auf den Straßen

Ja, du hast richtig gehört. Auf Japan’s Straßen wirst du keine Mülleimer finden. Wohin dann mit dem Müll? Einfach mit nach hause nehmen. So zumindest handhaben es die Japaner, denn das Land ist eines der saubersten unserer Erde. Obwohl in Japan fast alles gleich mehrfach verpackt wird, findet man nirgends Müll herum liegen. Wichtig ist also: Jeglichen Müll immer schön wieder mit nach Hause nehmen.

Unser Tipp: Japan als Work and Traveller erleben

Starterpaket Japan | Work and Travel Programm

Starterpaket Japan | Work and Travel Programm

Das clever geschnürte Starterpaket Japan vom Work and Traveller bietet Backpackern einen optimalen Einstieg in erlebnisreiche Working Holidays. Das „Land der aufgehenden Sonne“ fasziniert seit Jahren immer mehr Touristen, Weltenbummler und Backpacker. Besonders reizvoll: Vermeintliche Gegensätze wie Kultur & Alltag, Moderne & Traditionen mischen sich in Japan eindrucksvoll. Work & Travel ermöglicht jungen Backpackern einen […]

Weiterlesen

Höflichkeitsformen

Die Umgangs- und Höflichkeitsformen in Japan sind definitiv anders, als die unseren in Deutschland. Die Dinge, die wir als unhöflich empfinden sind zwar im Regelfall ähnlich in Japan, trotzdem gibt es aber einige Punkte, in denen die Japaner ganz anders ticken, als wir.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Die Schuhe werden vor dem Betreten einer Wohnung, eines Restaurants oder Tempels immer ausgezogen. Wer das vergisst, wird als sehr unhöflich empfunden.
  • Die Nase in der Öffentlichkeit zu putzen gilt ebenfalls als unhöflich. Lieber zieht man sie hoch, solange, bis man ungestört ein Taschentuch zücken kann. Bei uns ist es lustigerweise genau andersherum.
  • Mal eben auf dem Weg zur Bahn ein Brötchen in den Mund geschoben – das sieht man in Japan eher selten. Essen ist in Japan ein Ritual, das zelebriert wird. Deshalb ist es wichtig im Sitzen ein vernünftige Mahlzeit zu sich zu nehmen.
  • In japanischen Restaurants, allerdings, fragt man nachdem man mit dem Essen fertig ist recht zügig nach der Rechnung und macht sich dann auch auf den Weg nach hause. Man bleibt also, nicht wie bei uns, noch ein wenig sitzen, um sich zu unterhalten, sondern macht den Platz für die nächsten Besucher frei. Das empfinden wir vielleicht etwas ungemütlich, wird in Japan aber so gemacht.
  • Es ist ebenfalls wichtig sich zurückhaltend zu zeigen, was einem als Deutscher vielleicht manchmal ein wenig schwer fällt, da wir es gewohnt sind unsere Gefühle ganz direkt auszudrücken. In Japan solltest du das aber vermeiden und dich leise und ruhig verhalten.

Mit Freunden im Restaurant

Neben der Tatsache, dass man das Restaurant nach dem Essen meist recht schnell wieder verlässt, gibt es noch ein paar andere Dinge, die in japanischen Restaurants anders sind, als bei uns. Zum einen gibt es eigentlich immer Leitungswasser umsonst, falls man Durst bekommt. Wenn es dann darum geht die Speisen zu bestellen, werden meistens mehrere Gerichte für die ganze Gruppe ausgewählt, von denen dann jeder probieren kann. Am Ende wird der Gesamtpreis einfach durch die Personenanzahl geteilt. Auch wenn jeder sein eigenes Gericht bestellt, wird in der Regel mit allen geteilt. Achja, und es wird natürlich mit Stäbchen gegessen.

Harmonisches Zusammenleben und indirekte Rede

In Japan ist die allgemeine Harmonie einer der wichtigsten Punkte im Alltagsleben. Daher nimmt sich jeder Japaner gerne selbst ein wenig zurück und überlässt den anderen den Vortritt in Entscheidungen oder sonstigen Angelegenheiten. Dazu kommt, dass man negative Gefühle oder Beschwerden in der Regel nicht äußert. Oder zumindest nicht so direkt, wie bei uns. Die Dinge werden dann eher indirekt ausgedrückt, was es für uns manchmal schwer macht sie zu verstehen. Anstatt einem klaren “Nein”, hört man von Japanern gerne auch ein “Vielleicht” oder “Es ist schwierig”. Diese neuen Floskeln lernt man aber nach einiger Zeit zu verstehen.

IMG_4708

Hilfsbereitschaft

Zu der Harmoniebedürftigkeit gehört ebenso, dass man dem anderen hilft, so gut wie man kann. In Japan sieht man öfter Mal Beschäftigte aus Supermärkten oder Restaurants mit vergessenen Gegenständen über die Straße laufen, bzw. rennen, wo sie ihr Bestes versuchen, um den Besitzer des verloren gegangenen Gegenstandes einzuholen. Diese Selbstlosigkeit kennen wir von zuhause eigentlich nicht so sehr, daher ist man in Japan schnell davon überwältigt, wie freundlich und hilfsbereit alle sind. Dort gehört es jedoch einfach zur Kultur dazu.

Geschenke schenken und bekommen

Geschenke und vor allem Mitbringsel von Reisen sind in Japan super gerne gesehen. Verschenkt werden in der Regel kleine Snacks, die für die besuchte Region typisch sind oder, wenn man sich etwas zum Geburtstag schenkt, sind es oft niedliche Kleinigkeiten. Wenn man also ein Geschenk bekommt, ist es wichtig, dass man sich deutlich und mehrfach dafür bedankt. Dann solltest du noch darauf achten, dass es in manchen Situationen unhöflich ist das Geschenk direkt zu öffnen. In Japan öffnet man Geschenke meist nicht direkt vor demjenigen, der es überbracht hat, sondern erst später. Dies hängt aber auch von dem Grad der Freundschaft ab. Manche deiner Freunde werden dir vielleicht sagen, dass du das Geschenk ruhig aufmachen kannst und dann kannst du das auch ruhig tun. Wenn du etwas verschenken möchtest, achte darauf, dass die Verpackung ordentlich und schön ist, denn das ist in Japan sehr wichtig.

Trinkgeld

In Japan gelten Höflichkeit, Gastfreundlichkeit und guter Service als Selbstverständlichkeit, deshalb gibt man in Japan auch gar kein Trinkgeld.  Das Geben von Trinkgeld wird eher als Beleidigung und nicht als ein gut gemeintes Dankeschön aufgefasst.

Toiletten

Von den japanischen Toiletten hast du wahrscheinlich schon einmal gehört. Sie gelten als eine der großen Unterschiede zu Deutschland bzw. der gesamten westlichen Welt. Japanische Toiletten sind komplett elektonisch ausgerüstet, können sprechen und sogar Geräusche abspielen, die von den wahren Vorgängen in der Toilette ablenken sollen. Darüberhinaus ist der Sitz in Winter meist beheizt und es gibt verschiedene Spühlvorrichtungen. Eine weitere wichtige Sache ist es, dass man die Hauspantoffeln vor der Toilette auszieht und dort die dafür vorgesehenen Toilettenpantoffeln benutzt.

Schlafen

Auch wenn für westliche Gäste oft auch westlich eingerichtete Zimmer bereit gestellt werden, ist es in Japan üblich auf einem Futon, also einer Reisstrohmatte auf dem Boden zu schlafen. Dieser Futon wird jeden Abend aus dem Schrank geholt und zum Schlafen auf den Boden gelegt. Tagsüber legt man ihn dann wieder in den Schrank um mehr Platz in seinem Zimmer zu haben.

IMG_5088

Atemschutzmasken bei Erkältung

Wenn man eine Erkältung hat oder anderweitig erkrankt ist, trägt man in der Öffentlichkeit in der Regel eine Atemschutzmaske, so wie wir sie vom Zahnarzt oder aus dem Krankenhaus kennen. Dies dient dazu die Mitmenschen nicht anzustecken.

Klimaanlage

In Japan ist die Klimaanlage, die im Sommer dazu genutzt wird das Haus kühl zu halten auch gleichzeitig Wärmespender im Winter. Diese elektronischen Heizungen sind allerdings nicht wirklich effizient und produzieren eine sehr trockene Luft.

Freizeitaktivitäten

Sportcenter, Fotobox und Karaoke – das sind nur einige der Dinge, die in Japan als Freizeitbeschäftigung gelten. Vieles findet drinnen statt, das heißt, in für bestimmte Aktivitäten vorgesehenen Zentren. So gibt es zum Beispiel ein Sportzentrum, in dem man für zwei Stunden von Basketball bishin zu Baseball und Tennis die verschiedensten Sportarten ausprobieren kann. In den sogenannten ‘Game Centern’ werden hingegen jegliche Computerspiele angeboten. Die Fotoboxen, oder Purikura, wie sie auf japanisch heißen, sind eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Hier schießt man ein paar Erinnerungsfotos zusammen mit seinen Freunden und kann diese sogar vor dem Ausdrucken noch verzieren.

Kommentare (3)

Trackback URL | Comments RSS Feed

Sites That Link to this Post

  1. 10 Gründe für Work and Travel in Japan - Work and Travel Japan | 15. Januar 2016
  1. Martin Ernst sagt:

    Hallo, gute Zusammenfassung.
    Jedoch gibt es Mülltonnen in der Öffentlichkeit ;) keine sorge.

  2. Fanny Zeidler sagt:

    Auf dem Boden schlafen ist Modern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.