Clubs in Tokyo

| 18. Mai 2012 | 0 Kommentare

Das Wochenende steht kurz bevor und deshalb hier mal eine kleine Beschreibung der Clubs, in denen ich bereits war.

Womb

Gehandelt als einer der besten Clubs der Welt, präsentiert das Womb einen riesigen Raum mit Leinwand, Bühne und der größten Diskokugel der Welt! Das Besondere hier soll das Soundsystem sein, von dem Profis sicherlich mehr Ahnung haben als ich. Das einzige, das ich von dem Sound nachhaltig gespürt habe war ein irres Piepen in meinem Ohr, als ich schlafen wollte. Muss wohl gut gewesen sein.

Abgesehen von dem großen Raum gibt es weiter oben, die Treppe rauf noch eine VIP Lounge und einen kleineren Dancefloor, von dem aus man durch eine Scheibe auf die bebende Menge im Hauptraum schauen kann. Das ist ein interessantes Gefühl aber irgendwie zieht es einen dann auch wieder nach unten. Auf dem Weg kann man noch ganz schnell einen Schnappschuss machen, mit einem riesigen Bildschirm, auf dem man sich selbst sehen kann. Und weiter nach unten. Als ich dort war, wurde Drum’n’Bass gespielt, was eine super Abwechslung zu der Musik war, die es sonst in japanischen Clubs gibt. Der Dj war wohl auch recht bekannt. Mir nicht, aber dafür anderen.

Insgesamt fand ich das Womb nicht schlecht aber auch nicht atemberaubend. Von dem einmalig guten Soundsystem habe ich als Laie, außer dem Piepen (so stark, wie noch nie in meinem Leben) nicht viel mitbekommen. Vielleicht ist das aber auch der Trick, eigentlich ist die Musik viel zu laut, man merkt es aber erst, wenn man zuhause ist. Who knows.

Location: Shibuya, Preis: 3,000 – 3,500 Yen

Trump House

Auch wenn ich über die Party im Trump House schon berichtet habe, gehört der Club hier definitiv noch einmal rein. Mal abgesehen davon, dass der Dj, den ich dort gesehen habe wirklich, wirklich gut war, hat mir auch die Location sehr gefallen! Es war mal etwas anderes! Klein aber sehr exquisit. Die Barock- bis exzentrische Einrichtung, mit all den Kronleuchtern und Spiegeln hat es mir total angetan! Der Partnerclub des Trump House ist der Trump Room und da werde ich mich vielleicht dieses Wochenende mal blicken lassen!

Hier kann man meiner Meinung nach super feiern, weil es ein kleiner Club, mit privater Atmosphäre ist. Irgendwie fühlt man sich ein bisschen besonders, als einer der wenigen Gäste, die hier überhaupt Platz finden. Das tut aber der Party keinen Abbruch, ganz im Gegenteil!

Location: Shibuya, Preis: 2,000 – 3,000 Yen

 

Club Camelot

Irgendwo in einer Seitenstraße, ganz unscheinbar im ersten Untergeschoss befindet sich dieser mittelgroße Club. Aufgeteilt in zwei Dancefloors, einen oberen für Hip Hop und R’n’B und einen unteren für alles Mögliche andere, bietet der Club immerhin ein bisschen Abwechslung. Auch hier legen des Öfteren mal in Japan bekanntere Dj’s auf und es gibt jeden Monat eine Art Programm mit verschiedenen special Parties. Ich war zum Beispiel auf der „International Party“, was möglicherweise das Tanzen zu der Musik von Justin Bieber erklärt. Ein ziemlich großer Abturner und der Rest der Musik war auch nicht unbedingt viel besser.

Alles in allem war der Club in Ordnung. Es war das Typische, das man in Japan so geboten bekommt, allerdings nichts Besonderes. Die Musik war durchschnittlich bis schlecht, die Leute dort nicht besonders interessant und auch von der Einrichtung her mangelt es dem Club definitiv an Besonderheiten. Der einzige Vorteil war der Preis, der liegt für Frauen nämlich in einem ziemlich bezahlbaren Normalbereich. Trotzdem finde ich, dass Tokyo definitiv Interessanteres zu bieten hat.

Location: Shibuya, Preis: Männer 2,500 – 3,500 Yen, Frauen 1,000 – 2,500 Yen (manchmal umsonst, kommt auf die Zeit und die Veranstaltung an)

 

Vanity

Tanzen weit oben, über der Stadt. Das Vanity liegt im 13. Stock eines Hochhauses und die großzügige Glasfront erlaubt es den Clubgästen beim Tanzen einen wunderbaren Blick über Tokyo zu haben. Nicht nur sieht man die Lichter der Stadt, auch den Tokyo Tower kann man von einer Seite des Clubs sehen – wirklich klasse! Auch die Inneneinrichtung lässt keine Wünsche offen. Luxuriös und sehr schick, mit einer Menge Sitzmöglichkeiten, wenn man denn einen Tisch reserviert hat.

In der Mitte des Clubs gibt es die einzige Tanzfläche, die dementsprechend voll wird, im Laufe des Abends. Neben engagierten Tänzern mit Laserpistolen und blinkenden Kostümen, findet man auch gerne viele japanische Mädchen auf den extra angerichteten Tanzpodesten. Die Musik ist sehr abwechslungsreich, es wurde alles gespielt, von Electro, über die aktuellen Charthits, bis hin zu Partyklassikern. Das Publikum hier ist sehr gemischt. Es gibt relativ viele Ausländer, hauptsächlich aber Japaner. Die Stimmung ist gut, allerdings wurde es zum Ende hin ziemlich voll, was sogar den Gang zur Toilette zu einer wahren Aufgabe machte, die einen mindestens eine halbe Stunde beschäftigen konnte.

Trotzdem sind die Leute nett und das Vanity ist definitiv ein guter Ort, um neue Leute kennen zu lernen! Ich denke, dass es vor allem Spaß macht, wenn man dort einen Tisch gemietet hat, damit man sich auch mal einen Moment hinsetzen kann. Denn immer, wenn ich mich für einen Moment mal irgendwo ausruhen wollte, wurde ich von der Security wieder weggeschickt. Verständlich, bei so vielen Menschen, dass man da die Menge irgendwie in Bewegung halten muss aber ich musste mal sitzen und die extra dafür eingerichteten Ladies Seats waren zumeist belegt.

Nunja, dafür aber – und jetzt kommt das Beste – war der Eintritt in den Club umsonst und ein Getränk hat man auch noch geschenkt bekommen.

Man fasse also zusammen: Die Aussicht auf Tokyo, gute Musik und gute Stimmung, ein Getränk und eine schicke Atmosphäre und das alles für nada! Ich kann das nur weiter empfehlen. Zumindest für Frauen, denn für Männer kostet es allerdings schon Eintritt. Ach ja, möchte man einen Tisch buchen, zahlt man den normalen japanischen Clubpreis.

Location: Roppongi, Preis: Frauen umsonst, Männer um die 2,500 Yen, VIP Seats ab 2,500 Yen

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Kategorie: Allgemein, Julies Reiseblog

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