Die letzten Tage in Tokyo

| 30. Mai 2012 | 0 Kommentare

Die Zeit geht so schnell, dass ich schon sagen kann, dass ich in ein paar Tagen wieder nach Hause fahren werde. In diesem Moment möchte ich eigentlich lieber noch etwas hier bleiben. Ich denke es ist wichtig diese Erfahrung mal zu machen, denn es ist etwas ganz anderes hier zu sein und zu wissen, dass man für eine lange Zeit hier bleiben wird oder ob man her kommt und weiß, dass man schon bald wieder gehen muss.

 

 

Als ich in Fukuoka ankam, hatte ich so viele Monate vor mir, dass ich für die Stadt gleich ein anderes Gefühl hatte. Alles lief langsamer ab, ich habe mir viele Dinge aufgehoben, weil ich ja wusste, dass ich noch viel Zeit haben würde, um all das zu erledigen, was andere in vier Wochen schaffen wollten. Genauso war ich eine der wenigen, die so lange dort waren und habe viele Leute kommen und gehen sehen. Ich war immer diejenige, die sagen konnte: „Ich bleibe ja noch.“

Diesmal ist das anders. Diesmal bin ich diejenige, die schon nach 5 Wochen wieder nach Hause fahren muss. Es ist für mich irgendwie unglaublich, dass es wirklich nur so kurz ist. Aus irgendeinem Grund habe ich mich hier so schnell eingelebt, dass ich mich so fühle, als würde ich länger hier bleiben. Es ist, als wäre man gerade irgendwo angekommen und wäre gerade dabei sich hier ein Leben aufzubauen. Leider ist es nicht so.

Ich habe hier in Tokyo zwar unheimlich viel gesehen aber es gibt immer noch Dinge, die ich mir gerne anschauen oder die ich gerne machen würde und deshalb fühle ich mich eigentlich noch nicht dazu bereit wieder zu gehen. Ganz davon abgesehen, dass es hier sicherlich auch noch unheimlich viele tolle Dinge gibt, von denen ich überhaupt nichts weiß!

Die geheimen Ecken von Tokyo – das wäre etwas, das ich gerne noch weiter erkunden würde! Einfach durch die Straßen laufen und nach kleinen Cafés oder anderen schönen Orten Ausschau halten. Das ist etwas, das ich den ganzen Tag tun könnte und auf diese Art und Weise habe ich heute auch wieder einen Schrein entdeckt, der ganz abgelegen und einsam war. Ich war die einzige dort, das war eine ganz tolle und interessante Atmosphäre! Es war so still, dass es mir fast ein bisschen Angst machte. Es ließ den Schrein aber wahnsinnig ehrwürdig erscheinen und sehr authentisch, nicht wie einen typischen Touristen Spot. Von genau diesen Dingen würde ich gerne mehr finden und dann würde ich euch einen kleinen Guide schreiben: Geheime Ecken in Tokyo!  Hier herum zu forschen macht mir fast mit am meisten Spaß! Interessant finde ich es auch einfach durch Wohnviertel zu laufen, um zu schauen, wie die Menschen dort leben. Das gibt noch einmal eine ganz andere Atmosphäre, als wenn man sich dort befindet, wo sich alle zum Weggehen treffen.

Was macht man so an seinen letzten Tagen in Tokyo?

Natürlich könnte ich jetzt tausend Dingen hinterher rennen und versuchen noch möglichst viel zu sehen und zu erleben, aber ich bin da eigentlich ganz ruhig. Heute bin ich, wie gesagt, einfach durch die Nachbarschaften gelaufen und habe mich mit einer Freundin zum Essen getroffen. Wir waren in einem sehr bekannten Restaurant in Shinjuku, das Shinjuku Lime. Ein wunderbares Restaurant, mit einer tollen Atmosphäre! Drinnen ist das Licht etwas gedimmt, dafür aber sind rund herum Aquarien aufgestellt, die für die Beleuchtung sorgen. Sieht wirklich klasse aus und das Essen schmeckt auch ausgezeichnet! Sie hatte noch eine Freundin mitgebracht und ganz typisch Japanisch bestellten wir uns mehrere Gerichte, die wir dann teilten. In Japan ist es eher unüblich, dass jeder einen Teller für sich bestellt, man teil eher mehrere kleine Sachen. Zumindest dann, wenn man mit mehr als zwei Personen unterwegs ist. Ich hatte einen sehr leckeren Himbeer-Cranberry Cocktail und habe zum ersten Mal in meinem Leben Qualle gegessen. Da die Qualle in einer durchsichtigen Frühlingsrolle serviert wurde, die man dann auch noch in Soße tauchen konnte, hat man von dem eigentlichen Tier allerdings nicht viel geschmeckt. Die Konsistenz war jedoch interessant!

Das finde ich so klasse, wenn man mit Japanern weggeht! Man probiert so viel Neues aus und es werden einem Dinge empfohlen, die man sonst nicht bestellen würde. Es war auch sehr hilfreich mit Japanern in diesem Restaurant zu sein, da es keine Karte auf Englisch gab. Falls ihr dort auch mal hin wollt: http://www.opefac.com

Bezahlbar ist es auch. Nicht ganz billig aber es lohnt sich auf jeden Fall mal dort hinzugehen!

Im Weiteren treffe ich mich natürlich noch so oft es geht mit Leuten, die ich hier kennen gelernt habe und schaue mir noch ein paar Dinge an, die ich noch nicht gesehen habe. Vielleicht gehe ich auch noch einmal an Orte, die mir besonders gut gefallen haben. Der Yoyogi Park zum Beispiel! Ich würde mich gerne noch einmal dort hinsetzen und einfach die Atmosphäre genießen. Weite Wiesen, mitten in Tokyo.

Das Wochenende möchte ich natürlich auch noch einmal richtig auskosten, da es ja mein letztes ist und somit habe ich einiges an Clubbing geplant. Morgen soll es in einen berühmten Club nach Roppongi gehen, in dem wohl sogar schon einmal Paris Hilton ihren Geburtstag gefeiert hat. Für Samstag habe ich einfach alle Leute gefragt, die ich kenne, ob sie irgendetwas unternehmen wollen. Vielleicht werden wir so eine große Gruppe und können alle zusammen in einen Club gehen. In welchen, da bin ich mir allerdings noch nicht so sicher. Den Trump Room würde ich ja gerne noch ausprobieren, allerdings ist der Club nicht allzu groß. Ich warte auf Vorschläge und dann wird spontan entschieden. Irgendetwas wird sich hier in Tokyo sicherlich finden lassen!

Eine Sache, die man in den letzten Tagen natürlich auch noch tut, ist, Souvenirs für die Lieben Zuhause zu kaufen! Ein paar Sachen habe ich schon, aber ich suche auch noch nach ein paar Dingen. Noch kann ich hier nicht verraten, was es ist, meine Freunde lesen ja auch meinen Blog aber nachdem alles seinen Besitzer gefunden hat, schreibe ich mal einen kleinen Souvenirs Guide! Es gibt nämlich so viele typisch Japanische Dinge, die man wunderbar mit nach Hause bringen kann, weil man sie sonst nirgendwo bekommt! Und so vieles ist einfach dadurch schon toll, dass man es aus Japan mitgebracht hat, finde ich. Ich hoffe meine Liebsten sehen das genauso! Ein Tipp vorab: Süßigkeiten in den verrücktesten Formen (z.B. Baumstümpfe) kommen super an!

Was ich jetzt schon über Tokyo sagen kann ist, dass ich mich unglaublich in diese Stadt verliebt habe und dass ich unbedingt noch einmal hierher zurückkommen möchte. Meine nächste Japanreise würde sofort wieder hierher gehen (auch wenn es auch demnächst auch noch einmal Fukuoka sein soll)! Tokyo ist spannend, schön und man fühlt sich hier gleich willkommen und zuhause!  Noch habe ich längst nicht alles gesehen, dass ich sehen wollte und genau deshalb MUSS ich einfach noch einmal wieder her kommen.

Außerdem könnte ich mir auch vorstellen nach dem Studium für einige Zeit hier zu leben. In der Zwischenzeit würde ich gerne immer mal wieder für eine kürzere Zeit herkommen. Denn auch wenn es nur kurz ist, es lohnt sich, auch für die Japanisch Kenntnisse! Man frischt so immer wieder auf und man kommt immer wieder live mit der Sprache in Kontakt. Ich denke das ist sehr wichtig, denn nirgendwo lernt man eine Sprache so gut, wie in dem Land, in dem sie gesprochen wird.

Somit verabschiede ich mich erst einmal wieder und genieße nun meine letzten Tage in Tokyo. So fest habe ich nichts geplant, daher bin ich selber gespannt wovon ich euch noch so berichten werde!

Bis bald!

Julie

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Kategorie: Allgemein, Julies Reiseblog

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Kommentare (0)

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  1. Tim sagt:

    Vielen Dank für die tollen Einträge den Monat über, Julie! Viel Spaß und genieß die letzten Tage in Tokyo! 🙂

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