Fukuoka City Tour Teil 1 – Momochi

| 17. Januar 2012 | 0 Kommentare

Nachdem ich euch nun so viel von Japan und Fukuoka erzählt habe, möchte ich es euch natürlich noch einmal genau vorstellen. Daher habe ich mir überlegt in mehreren Post eine kleine Fukuoka City Tour zu machen und hoffe es gefällt euch! Beginnen möchte ich dort, wo ich zurzeit lebe, in Momochi.

Aussicht vom Hilton auf Momochi

 

Nimmt man die U-bahn vom Zentrum der Stadt in Richtung Suburbs, erreicht man irgendwann die Stadtion Fujisaki. Steigt man hier aus, befindet man sich im zuerst unscheinbar wirkenden Momochi. Die Fahrt dorthin jedoch lohnt sich sehr und ist sogar auf der Activity-List unserer Schule.

Der Hauptgrund, aus dem Menschen nach Momochi kommen ist wohl der Momochi Beach. Hier gibt es nämlich ca. 20 Minuten zu Fuß von der Station entfernt einen wunderbaren und weitläufigen Sandstrand, an dem wir uns im Sommer sehr viel aufgehalten haben. Dort konnte man wunderbar entspannend, aber auch Jetski fahren, surfen und Volleyball spielen. Außerdem gibt es dort ein paar Surferläden und im Sommer Strandbars, die das für Japan typische Sirupeis verkaufen. Eine Besonderheit am Momochi Beach ist wohl die Kirche, die im Wasser liegt und in der sich im Sommer hunderte von Paaren das Jawort geben. Dazu muss erwähnt werden, dass dies keine richtige Kirche ist, sondern eben eher eine Fake-Kirche, die ausschließlich für Hochzeiten und nicht für Gottesdienste und Dergleichen genutzt wird. Wie es dort drinnen aussieht, weiß ich leider nicht, da nur die geladenen Gäste Zutritt haben aber man kann von weitem auch immer in die Bankettsäle sehen. Nach der Hochzeit wird nämlich dort auch direkt gegessen und gefeiert. Im Sommer tauchten dort Hochzeitgesellschaften im Akkord auf, manchmal wurden noch Fotos vom Brautpaar und der Familie am Strand gemacht. Das war immer sehr schön anzuschauen!

Momochi Strand & Fake Kirche

Direkt am Strand ist auch schon die erste Sehenswürdigkeit zu entdecken, der 234 Meter hohe Fukuoka Tower. Ein sehr imposantes Gebäude, das sich direkt am Meer befindet. Erbaut wurde der größte am Meer liegende Turm Japans 1989, um das 100- jährige Bestehen der Fukuoka City organization zu feiern. Das Hochfahren in den Turm lohnt sich, denn man hat eine wunderbare Sicht auf die Stadt. Oben angekommen kann man sich auf drei Aussichtsplattformen aufhalten und den Blick auf Fukuoka genießen. Ein besonderer Tipp: Bei Nacht sieht die Stadt besonders schön aus! Kostenpunkt: ca. 8 Euro für Erwachsene) Eine Sache, die viele immer wieder sehr überrascht ist die Tatsache, dass der Turm leer ist. Die meisten erwarten von einem solchen Gebäude einen gewissen Sinn, bzw. Büros im Inneren. Das ist beim Fukuoka Tower aber nicht der Fall. Er ist einfach da, ein landmark.

In der Nähe des Turmes befinden sich noch einige sehenswerte Dinge, die man nicht verpassen sollte! Gleich daneben zum Beispiel befindet sich das Robo Square, eine Art Spielemuseum, das die japanische Technik zeigt und von dem ich ja schon einmal genau in einem extra Post berichtet hatte.

Direkt um die Ecke befinden sich aber schon die Fukuoka Public Library und das Fukuoka City Museum. Die Bücherei ist ein von mir gern besuchter Ort, denn es gibt auch eine recht große Anzahl an englischen und sogar deutschen Büchern. Solltet ihr länger hier sein, empfehle ich euch definitiv euch eine Bibliothekskarte zu besorgen und dort Bücher auszuleihen. Es ist so einfach und bequem, denn wenn man erst einmal ein paar Bücher gekauft hat, merkt man schnell, dass die so nicht alle mit in den Koffer und nach Hause können. Daher: Ausleihen lohnt sich! Das geht immer für 2 Wochen, es folgt allerdings keine Sanktion, wenn man ein Buch mal verspätet abgibt, ist also nicht so schlimm ;D

Das Museum

 

Die Bibliothek

 

Das Fukuoka City  Museum liegt direkt gegenüber der Bücherei und wurde am 18. Oktober.1990 eröffnet. Es gibt eine Hauptausstellung, in der es um die Kultur und Geschichte Fukuokas geht. Zu sehen sind also Kunstwerke, wie Bilder und Töpfereien. Allerdings werden auch immer neue Ausstellungen gemacht. Ich war zum Beispiel im Sommer in einer Ausstellung über Walfang, die sehr interessant war. Dort wurde die Geschichte des Walfangs mit kleinen Modellen, Bildern und echten Gegenständen aus alten Zeiten vorgestellt und ich muss sagen sie hat mir einen ganz anderen Blick auf diese ganze Walfangsache ermöglicht. Walfang als Tradition anzusehen, ist für mich so verständlicher geworden. Allerdings hat der heutige Walfang mit den Traditionen von damals nicht mehr viel zu tun.

Zurzeit ist das Museum wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Im April wird es zu Anlass der Golden Seal Exhibition wieder öffnen, auf die ich schon sehr gespannt bin. Es handelt sich hierbei um ein uraltes Siegel, das in der Edo Zeit, genau 1784, in Fukuoka gefunden wurde.

In Momochi befindet sich ebenfalls eines der größten Hotels in Fukuoka, das Hilton Sea Hawk. Falls man mal einen besonderen Abend mit leckerem Essen und einem tollen Blick über die Stadt verbringen möchte, empfehle ich das Sushi Restaurant und die VJ Sky Bar! Das Hotel ist wirklich ein gigantisches Gebäude, in das unglaublich viele Gäste passen. Möglicherweise liegt das daran, dass sich direkt daneben der Yahoo!Dome befindet, das große Baseballstadion hier in Fukuoka, in dem ich auch schon ein Spiel ansehen durfte.

Neujahr im Hilton

 

Der Fukuoka Yahoo! Japan Dome wurde am 2. April. 1993 eröffnet und ist eine wichtige Sehenswürdigkeit in Fukuoka, da hier die großen Baseballliegen stattfinden. Ganz berühmt sind hier natürlich auch die Fukuoka SoftBank Hawks, die Baseball Mannschaft, die in der wichtigsten Liga dieses Nationalsportes mitspielt und sehr erfolgreich ist.

Außerdem wird der Dome auch noch für Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt. Nächste Woche findet dort zum Beispiel der größte Flohmarkt der Insel Kyushu statt!

Bevor oder nachdem man den Yahoo!Dome besucht hat, kann man sich noch etwas in Hawks Town aufhalten, einem Einkaufszentrum direkt neben dem Baseballstadium und sogar direkt damit verbunden. In dieser Shopping Mall gibt es alles, was das Herz begehrt und vorallem einen Fukuoka Hawks Fan Shop, damit man sich vor dem Spiel mit Fanartikeln, wie Tröten, Ballons und Trikots eindecken kann. Natürlich sind hier auch einige Cafés und Restaurants zu finden, sowie ein 100 Yen Shop und viele kleine Läden, in denen es so alles Mögliche gibt. Der einzige Laden, der einem zurzeit dort etwas sagt ist Lacoste. Vor kurzem gab es dort auch noch GAP, der hat seinen Standort allerdings geändert. Ansonsten gibt es in Hawks Town natürlich einen Convini, eine Bäckerei und sogar ein Kino und eine Pachinko Halle. Eine besondere Sache, die viele Leute nach Hawks Town zieht ist das Fukuoka Hard Rock Café. Eine große Gitarre ziert den Eingang, so wie man es gewohnt ist. Der rockige Flair und natürlich die hoch angesagten T-Shirts sind dort natürlich auch zu finden! Tipp: Solltet ihr Geburtstag haben, könnt ihr ins Hard Rock Café gehen und bekommt dort ein Eis oder ein Stück Kuchen umsonst! (:

Wie ihr also sehr gibt es in Momochi so einiges zu entdecken. Man sollte sich für alles genug Zeit nehmen, man muss ja nicht alles an einem Tag sehen. Ich habe das Glück, dass ich hier wohne und deshalb schon oft in den Genuss dieser Sehenswürdigkeiten gekommen bin. Ich kann euch nur empfehlen euch das alles mal anzuschauen, ich finde das ist hier eine der schönsten Seiten Fukuokas, vor allem im Sommer!

Eine Sachen die ich selbst noch nicht gesehen habe ist das Erdbebencenter! Da möchte ich auch unbedingt noch hin. Das Erdbebencenter befindet sich auch (irgendwo) in Momochi und man kann dort üben wie man sich in Notfällen, wie bei einem Erdbeben zu verhalten hat. Freunde von mir waren dort und fanden es sehr lustig und spannend. Gerade die Erdbebensimulation interessiert mich besonders, da ich auch nach 5 Monaten immer noch kein Erdbeben miterlebt habe (forgodssake). Na ein kleines wäre ja auch mal spannend, finde ich (:

Also, falls ihr euch mal nach Momochi verirrt, Viel Spaß! Und ich arbeite fleißig daran euch bald auch die anderen Stadtteile Fukuokas vorstellen zu können! xxx

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Kategorie: Allgemein, Julies Reiseblog

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