Musik in Japan Teil 1: J-Pop und Karaoke

| 14. März 2012 | 0 Kommentare

Wie in vielen anderen Ländern auch, spielt Musik in Japan eine sehr wichtige Rolle. Neben den Einflüssen aus Amerika und anderen westlichen Ländern hat sich in Japan ein ganz eigenes Musikgenre entwickelt. J-Pop und J-Rock sind in Japan sehr wichtig und gehören fest zur Kultur dazu. Auch Visual Key mag euch ein Begriff sein, dazu aber später mehr.

 

Ich habe leider kein Bild Thema, daher ist dieses etwas randoom 😀

Viele junge japanische Mädchen sind begeistert von ihren „Idolen“. Diese kommen zumeist aus dem J-Pop Genre und sind zusätzlich auch noch Schauspieler, Werbegesichter, Models und Synchronsprecher. Japan ist voll von allround Talenten. Das J-Pop Genre umfasst Bands von Jungen oder Mädchen mit manchmal bis zu 48 Mitgliedern oder auch Einzelkünstler. Besonders bekannt und populär sind Ayumi Hamasaki (Sängerin und Model) und die Band AKB48. Beides sind sicherlich Phänomene der japanischen Pop Geschichte.
In Japan gibt es ganze Fan Stores, in denen man sich Fotos, Poster und Karten seiner Idole kaufen kann. Die Mitglieder von AKB48 sind auf unzähligen Verpackungen von Süßigkeiten oder Beautyartikeln zu finden. Ayumi Hamasaki ist ständig auf dem Cover irgendeines japanischen Modemagazins zu sehen.
Das Genre J- Pop entwickelte sich in den neunziger Jahren und zeichnet sich besonders dadurch aus, dass die Texte eine Mischung aus Japanisch und Englisch sind. Oft ist der Refrain auf Englisch oder es werden immer wieder Englische Worte eingeworfen. Die Melodien sind meist sehr funky, poppig, und wirken verspielt. So auch die Videos. In denen sieht man meist umherspringende, niedliche Mädchen, die die fröhliche Musik präsentieren wollen. Die Konzerte dieser Künstler sind wahnsinnig gut besucht, denn sie machen fröhlich und zeigen eine unbeschwert schöne Welt.
Nun gibt es natürlich auch noch J-Rock, der sich ebenfalls durch die sprachgemischten Texte auszeichnet. Beide Genres sind fester Bestandteil jeder Karaoke Session und werden dort leidenschaftlich gern gesungen. Aber auch Songs aus Amerika sind in Japan sehr beliebt. Wie schon einmal erwähnt, wird in Clubs meist amerikanischer Hip Hop oder eben die Hits aus den amerikanischen Charts gespielt. J-pop oder –Rock findet man dort eher weniger.
Dafür aber beim Karaoke. Wer schon mal in Japan beim Karaoke war, weiß, wie es abläuft. Man kann Karaoke Bars in recht großen aber auch in kleinen Gruppen besuchen. Wir waren teilweise mit fast zwanzig Leuten dort. Bezahlt wird in der Regel vorab. Ebenfalls wird dann entschieden, ob man zu der Karaoke Session auch noch ‚all you can drink‘ bestellen oder ob man die Getränke einzeln bezahlen möchte. Als nächstes wird man in einen Raum mit Leinwand geführt und verteilt sich auf die umliegenden Tische und Sitze. Nach der ersten Getränkebestellung kann es auch schon losgehen, das erste Lied wird gesungen. Der Unterschied zwischen Japanern und Ausländern beim Karaoke ist, dass die Japaner meist alleine Singen, während die Ausländern gerne beide Mikrophone nutzen und sich somit noch einen Partner aussuchen, mit dem sie zusammen singen. In Japan hat das auch etwas mit Ehre zu tun, dass man alleine singt. Oft gehen auch Firmenbelegschaften zum Karaoke, dort wird dann natürlich alles gegeben. Es ist in Japan übrigens egal, ob man singen kann. Vielmehr kommt es darauf an, wie viel Mühe man sich gibt. Viele Japaner üben auch bestimmte Stücke zu singen, damit sie diese beim Karaoke zum Besten geben können und sich dabei nicht blamieren.
Karaoke ist eine wahnsinnig lustige Sache und ein Muss für jeden, der zum ersten Mal in Japan ist! Probiert es doch einfach mal aus, es macht wirklich Spaß!

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Kategorie: Allgemein, Julies Reiseblog

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Kommentare (0)

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  1. Tanja sagt:

    Ich liebe Karaoke. Eines der Highlights meines Japanbesuchs 🙂 Das all-you-can-drink dabei war auch nicht schlecht, jedoch waren die Drinks sowas von gestreckt, dass wir immer mehr bestellt haben und das am Ende sehr lustig wurde +g+

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