Ein bisschen Japan in Deutschland Teil 2 – Düsseldorf

| 27. März 2012 | 0 Kommentare

Die wunderschöne Stadt Düsseldorf in Nordrhein-Westfahlen ist dafür bekannt, dass dort die meisten Japaner in ganz Deutschland wohnen. So entstand sogar ein kleines Japanviertel, das ich immer gerne besucht habe, wenn ich Sehnsucht nach Japan hatte. Glücklicherweise ist dieses nicht weit vom Bahnhof entfernt und liegt sogar auf dem Weg in die Innenstadt!

Erster Anlaufpunkt für Japan Fans ist hier die Immermannstraße. Dort befindet sich zum einen das Japanische Konsulat (wichtig für alle aus NRW, die ein Visum für Japan beantragen möchten, denn man muss persönlich dort erscheinen!) aber man findet dort auch das Hotel Nikko und die verschiedensten Japan – Kitsch – Läden und Restaurants.

Am Anfang der Straße scheint alles erst einmal sehr unscheinbar, doch schon bald erreicht man das Hotel Nikko zu dessen linker Seite sich auch das Konsulat befindet. Läuft man etwas weiter findet man ein sehr unscheinbares Restaurant vor, das mit ‚All you can eat‘ – Sushi wirbt, was erst einmal nicht besonders erscheint. Dieses Restaurant ist meiner Meinung nach allerdings ganz große Klasse! Als ich ‚All you can eat‘ gelesen habe, rechnete ich mit einem lieblos angerichteten Buffet und weil ich einfach großen Hunger hatte, begab ich mich in das besagte Restaurant. Das Gegenteil von seit Stunden daliegendem, altem Sushi war der Fall – dort gab es ein ganz lustiges ‚All you can eat‘ – System, das ich so vorher noch nicht kannte.

Als wir Platz nahmen, wurden wir zuerst einmal gefragt, ob wir das System kennen würden. Es war völlig neu, also wurde es uns erklärt. Anhand einer Karte konnten wir aussuchen was wir gerne Essen wollten. Es gab für uns verschiedene „Runden“ in denen jeder bis zu acht Gerichte auswählen konnte. Pro Runde konnte man acht Gerichte auf der Karte ankreuzen und diese wurden dann gebracht. Erst wenn man alles aufgegessen hatte, durfte man zur nächsten Runde überschreiten. Wurde etwas nicht aufgegessen, musste man es extra bezahlen. Das Essen, das man angekreuzt hatte, wurde frisch zubereitet. Weit und breit kein Buffet zu sehen – ich bin absolut begeistert von diesem Restaurant! Die Bedienung war Japanisch, somit konnte man uns auch die verschiedenen Gerichte erklären, was sehr gut war, denn die Auswahl war riesig! Falls ihr euch einen schönen Tag in Düsseldorf machen wollt, empfehle ich euch wirklich dieses Restaurant zu besuchen, es war wirklich toll dort! Name des Restaurants ist „Okinii“ (http://okinii.de/) und es gibt auch Filialen in Saarbrücken und Wiesbaden zu finden!

Nach dieser Stärkung kann man der Immermannstraße weiter folgen und findet verschiedene kleine Geschäfte, in denen es japanische Mangas, Artbooks und andere Bücher, sowie Schreibwaren und kleine Souvenirs, wie Origami Papier oder Darumas gibt. Oft gibt es auch den typischen „Japan Kitsch“ und Merchandise von Rilakkuma und anderen „Kawaii Charakteren“. Die Angestellten in den Läden sind eigentlich immer Japaner und dort läuft japanische Musik, sowie japanisches Fernsehen. Neben unzähligen Figuren und CD’s gibt es dort auch japanisches Essen! Bonbons und andere Süßigkeiten, aber auch Reis und Algenblätter. Wer also Japanisch kochen oder backen möchte, der sollte dort mal schauen, man findet dort eigentlich alles, was das Herz begehrt.

 

 

Noch besser ist allerdings, was das Essen angeht, ist der japanische Supermarkt etwas weiter die Straße hinunter. Dort gibt es wirklich alles, das es in Japan auch gibt. Pocky, grüner Tee aus der Flasche und abgepackte Mochi, auch Anko zum Backen. Falls man etwas nicht lesen kann, sollte man einfach dort nachfragen, die Angestellten helfen einem gerne das zu finden, was man sucht. Es gibt natürlich auch noch weitere Restaurants in der Immermannstraße und ein Onigiri Geschäft, das wie ein Imbiss funktioniert. Dort gibt es die Reisbällchen einfach zu kaufen und zum Mitnehmen. Wie in Japan – total genial!

Ein bisschen Japan hier bei uns in Deutschland findet man definitiv dort, in der Immermannstraße! Ich bin immer unglaublich gern dort hingefahren, als ich Sehnsucht nach Japan hatte und es hat mich immer so glücklich gemacht! Ich muss sagen, ich hatte mir damals irgendwie mehr von diesem Japanviertel versprochen aber heute finde ich es total schön, weil man einfach so viel wieder findet, das man aus Japan kennt.

Besonders voll sind die Immermannstraße und auch die ganze Stadt am berühmten Japantag! Überall sind verkleidete Japanfans zu sehen, die sich im Supermarkt das leckere Meloneneis am Stiel kaufen (und leider das Papier auf die Straße werfen.. Nur mal so, in Japan würde das keinem in den Sinn kommen!) und weiter wandern über die Kö zur Altstadt, bis zum Rhein, wo sich die ganzen Stände mit japanischem Essen befinden und eine kleine Bühne, auf der zum Beispiel ein japanischer Kinderchor oder andere Künstler auftreten. Ich war leider bisher nur einmal beim Japantag, denn letztes Jahr wurde er aufgrund der Katastrophe im März leider verschoben.

Als ich dort war, hat es mir wahnsinnig gut gefallen! Es gab überall Cosplayer, japanisches Essen und Stände, an denen man typisch japanische Dinge kaufen konnte. Es hat ein bisschen den Charakter von einem japanischen Fest, einem Matsuri, auf dem alle herum laufen und sich etwas an den Ständen kaufen, um sich anschließend irgendwo hinzusetzen. Sehr schön und entspannend! Am Abend gibt es – ebenfalls typisch japanisch – ein Feuerwerk! Das sollte man nicht verpassen!

Anlässlich des Japantages gibt es auch sicherlich verschiedene besondere Veranstaltungen. Da sollte man sich einfach mal auf dem Laufenden halten! Dieses Jahr  findet der Japantag am 2.Juni statt, mehr Informationen findet ihr hier: http://www.japantag-duesseldorf-nrw.de/

Wirtschaftlich gesehen ist Düsseldorf ebenfalls sehr wichtig für die Verbindung von Deutschland und Japan. Das ist natürlich auch für uns interessant, denn wer vielleicht einmal in die japanische Arbeitswelt herein schnuppern möchte, kann versuchen ein Praktikum in Düsseldorf zu machen! Ich halte das für eine ganz tolle Möglichkeit eine japanische Firma näher kennen zu lernen und vielleicht auch ein bisschen Japanisch zu lernen! Das Internet gibt Aufschluss über japanische Firmen, die sich in Düsseldorf befinden – einfach mal nachfragen!

Auch für Jene, die gerne Japanisch lernen möchten bietet Düsseldorf wunderbare Möglichkeiten. Sprachschulen und auch die Volkshochschule bieten Einzel- und Gruppenkurse in Japanisch an! Definitiv eine tolle Sache!

Wie ihr seht, bietet Düsseldorf wirklich tolle Möglichkeiten, um sich Japan etwas mehr verbunden zu fühlen oder auch, um ganz ernsthaft mal in diese andere Welt hinein zu schnuppern. Man kann sich dort wirklich einen schönen Tag machen, falls ihr also mal in Düsseldorf seid, schaut es euch mal an! Und falls ihr noch andere Tipps habt, was Düsseldorf angeht, hinterlasst mir einen Kommentar und teilt mögliche Geheimtipps mit uns!

Falls ihr auf meine Empfehlung hin mal dorthin gefahren seid, lasst mich unbedingt wissen, wie es euch gefallen hat! (:

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Kategorie: Allgemein, Julies Reiseblog

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Kommentare (0)

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  1. Chris sagt:

    Ja der Japantag ist absolut einen Besuch wert. Zwei Sachen sind mir noch eingefallen. Wenn man auf Ramen usw. steht sollte man mal in Naniwa. Ist ums Eck von der Immermannstrasse. Ist meist sehr voll und sehr oft triff man dort mehr Japaner als Einheimische. War für mich immer ein Zeichen das dass Essen dort was taugt 🙂 Und wer auf was „kurioses“ steht sollte mal die japanische Bäckerei besuchen. Wer da Brötchen erwartet der irrt sich 😉 Leider weiss ich grad die Adresse nicht. Ja Na!

  2. Eileen sagt:

    Oja Das Japanviertel in Düsseldorf & Der Japantag einfach ein Traum <3

  3. wasjp sagt:

    Liebe Julie!
    Was ich in Düsseldorf noch unbedingt empfehlen kann: Die Lime Light! Dort kann man typisch japanisches Karaoke erleben!!! Ich gehe dort sehr oft mit meinen Freunden hin 🙂 Die Lime Light befindet sich im Hotel Nikko, gehört aber nicht dazu. Pro Stunde bezahlt ein Schüler/Student 5 Euro, was absolut preiswert ist!!!

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