Wandering around Tokyo

| 26. Mai 2012 | 0 Kommentare

Eine wunderbare Sache, die man gerade hier in Tokyo, aber auch überall in Japan machen sollte, ist das Herumwandern. Man läuft einfach durch die Straßen und schaut sich die Häuser und die Menschen an, die dort auf der Straße umher laufen. Ich finde das nicht nur aufschlussreich was die Kultur angeht, man kann auch viele Dinge entdecken, die ungewöhnlich und sonderbar sind und das macht einfach riesen Spaß!

Erst heute bin ich mit einem Freund in einem Teil von Tokyo umher gewandert, den ich überhaupt nicht kannte. Wir waren auf der Suche nach einem traditionell japanischen Café und da ich leider vergessen hatte genau nachzusehen wo sich dieses befindet, haben wir uns Auf gut Glück auf die Suche begeben. Ungefähr drei Stunden sind wir durch den Stadtteil Mejiro gelaufen und haben dort einige interessante Entdeckungen gemacht. Nicht nur, dass wir in Straßen waren, die sicherlich kein Ausländer zuvor gesehen hat, sondern wir haben auch interessante Gebäude gesehen. Irgendwie fühlte man sich auf einmal nicht mehr, als wäre man in Tokyo. Hier sah es komplett anders aus, als in anderen Teilen der Stadt. Es gab Minikleine Läden und Cafés mit interessanten Namen und sehr viele Pflanzen. Die Umgebung war für Tokyo unwahrscheinlich grün! Überall standen Ginko Bäume und die meisten Häuser hatten kleine Gärten.

 

 

Zu Beginn versuchten wir uns auf der Meji Dori zu orientieren, eine Straße, die aus irgendeinem Grund durch ganz Tokyo führt. Diese Straße ist super, wenn man sich in Shinjuku oder Shibuya zurecht finden möchte, weil sie einen eigentlich immer an die Hauptpunkte führt. In diesem Fall aber suchten wir einen von mir zuvor gegoogelten „Secret Place“ in Tokyo, was uns von der Meji Dori in die Wohnviertel rund um die Station von Mejiro führte. Wir wanderten und wanderten, ohne überhaupt eine Ahnung zu haben in welche Richtung wir gehen mussten. Trotzdem bekam niemand schlechte Laune. Vielmehr machte es uns Spaß all die Dinge anzuschauen, die es dort so zu sehen gab. Alte traditionell japanische Häuser, bepflanzte Gebäude, kleine Cafés und süße Blumenläden – all das gab es inmitten in der Tokyoter Stadtidylle zu finden. Es war schön mal an einem Ort zu sein, an dem sich nicht so viele Touristen herumtreiben. Man bekommt das Gefühl einen speziellen und exklusiven Einblick in das Tokyoter Leben zu haben.

Auch das Café, nach dem wir suchten war ein exklusiver Spot. Das war womöglich auch der Grund, aus dem es nicht so leicht zu finden war.

Nach einigem Suchen gelangten wir automatisch wieder zu der Station und beschlossen in einem Handy Shop mal im Internet nachzuforschen wo sich unser Zielort denn befinden könnte. Nach ein paar Minuten hatten wir eine Karte gefunden und mussten feststellen, dass wir auf der falschen Seite der Station gesucht hatten. Nicht so schlimm, wir hatten dafür einige interessante Dinge gesehen. Nun begaben wir uns in die hoffentlich richtige Richtung, wieder auf der Meji Dori, stoppten an einem Blumenladen und bogen wieder in die Wohnsiedlungen ab. Hier allerdings waren wir wieder genauso verloren, wie vorher und wir waren kurz davor aufzugeben. „Nur noch einmal hier um die Ecke gucken“, sagte ich, „Dann können wir uns etwas anderes suchen.“ (Ich hatte wirklich wirklich wirklich den Willen dieses Café zu finden, weil es im Internet einfach toll aussah!)

Gesagt getan. Wir bogen um die Ecke und siehe da – das Café! „Kasoyo – Café & Kimono“, sagte es auf dem Schild und ich stolperte überglücklich die kleinen Stufen zu dem japanischen Garten hinauf, als eine Frau aus der Tür kam und uns sagte, dass heute leider Ruhetag war. Ohnehin war es zu der Zeit schon zwanzig nach Sieben und das Café hätte in zehn Minuten geschlossen. Irgendwie war ich nicht wirklich enttäuscht, denn ich war ziemlich stolz, dass wir es doch noch gefunden hatten und das nächste Mal, wenn ich dorthin möchte, weiß ich es definitiv zu finden! Leider kann ich euch nun nichts über das Café erzählen, denn eigentlich hätte ich gern einen Post dazu geschrieben und es euch empfohlen (wäre es denn gut gewesen)! Vielleicht komme ich dazu in den nächsten Tagen ja noch! Ich würde wirklich gerne noch einmal dorthin gehen und den japanischen grünen Tee und die japanischen Süßigkeiten dort ausprobieren!

 

 

Stattdessen gingen wir zurück auf die Meji Dori und fanden einen kleinen Weinladen, der auch Essen anbot. Mit einem Glas Weißwein blickten wir zurück auf einen Tag voller ziellosen Herumirrens, das aber ausgenommen spannend und lustig war.

Ich empfehle euch absolut einfach mal irgendwo in Tokyo herum zu laufen und einfach die Gegend zu erkunden. Erst so bekommt man ein richtiges Gefühl für die Stadt und kann sich heimisch fühlen, finde ich. Wenn ihr mal nach etwas sucht und es nicht findet, nehmt es nicht so schwer, sondern lacht darüber, so wie wir es getan haben. Irgendwie führt das Ganze dann entweder zu einem anderen tollen Ort oder man findet seinen Weg doch noch, wenn man nur Geduld hat.

Die Gegend Mejiro kann ich euch ebenfalls sehr empfehlen! Es ist sehr schön dort, wenn auch etwas kleinstädterisch. Wenn man mal eine Auszeit von der großen Metropole und all den Sehenswürdigkeiten braucht, die es dort so zu sehen gibt, sollte man einfach mal nach Mejiro fahren. Dort gibt es einige Plätze, die interessant aussahen für Essen oder einfach nur für einen Drink am Abend. Tagsüber kann man dort Shoppen, es gibt kleine Boutiquen mit sehr sehr schönen Kleidungsstücken und auch Japan Souvenirs und japanische und sehr stilvolle Töpferwaren. Auch einen Antiquitäten Buchladen mit alten japanischen, sowie englischen und sogar deutschen Büchern (Deutsches Porzellan) haben wir gefunden.

Auch wenn wir sehr spontan nach Mejiro gefahren sind und das möglicherweise kein Ort ist, der einem vom Reiseführer so pauschal empfohlen wird, hat es mir dort sehr gut gefallen und ich bin froh, dass wir irgendwie unseren Weg dorthin gefunden haben. Es war auch einfach mal ein ganz anderer Teil von Tokyo, den ich so noch nicht gesehen hatte.

Für alle, die nicht so lange in Tokyo sind: Falls ihr in Mejiro seid, fahrt doch mit der Bahn auch noch eine Station weiter nach Ikebukuro! Ich persönlich war leider noch nicht dort, aber dort soll es auch noch einige interessante Dinge zu sehen geben! Von weitem habe ich einen sehr interessanten Turm gesehen, den ich mir gerne mal näher anschauen würde.

 

 

Mal wieder bleibt mir nicht mehr zu sagen, dass Tokyo wahnsinnig interessant ist und dass es hier einfach so unfassbar viele Dinge zu sehen gibt, dass man sie unmöglich alle innerhalb eines Monats schaffen kann. Ich kann kaum glauben, dass ich in fast einer Woche schon wieder zuhause bin. Es fühlt sich so an, als hätte das Abenteuer Tokyo für mich gerade erst begonnen. Natürlich freut man sich immer auf Zuhause aber wenn ich keinen Rückflug gebucht hätte, würde ich definitiv noch etwas hier bleiben!

Ich hoffe euch gefallen meine Tokyo – Tipps und falls ihr Fragen habt, mailt mir einfach! Ich freue mich über jede Email von euch! (Vielen Dank für das viele Lob & natürlich nehme ich auch gerne Kritik entgegen! Nur so kann man sich verbessern!)

PS.: Ab dieser Woche habe ich sicher wieder mehr aktuelles zu berichten, denn letzte Woche war ich leider krank und konnte deshalb nicht allzu viel unternehmen. Zurzeit kann ich kaum sprechen aber morgen habe ich eine Kalligraphie Stunde, das wird sicherlich auch noch einmal spannend! Plus: Es ist etwas sehr traditionell Japanisches!

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Kategorie: Allgemein, Julies Reiseblog

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Kommentare (0)

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  1. Jens sagt:

    Bei uns in Deutschland kann man aber auch vieles entdecken, vorallem wenn man mal von sich mal mehr von den Einkaufsgebieten entfernt.
    Na gut, in Japan ist es natürlich noch nen Tick toller und spannender.
    Lese gerade jeden Abend nach der Arbeit deinen Blog, großes Lob an dich dafür, dass du ziemlich jeden Tag etwas postest!

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