Einkaufen für den Alltag

| 24. Januar 2012 | 0 Kommentare

Wenn man Work and Travel macht, muss man sich natürlich selbst versorgen und da es auf die Dauer ziemlich teuer wird immer in einem Restaurant zu essen, kommt man irgendwann in den Genuss einen japanischen Supermarkt zu besuchen. Im Gegensatz zum Convini, der mehr mit den Spätis in Berlin zu vergleichen ist, gibt es in einem Supermarkt auch eine große Auswahl an Obst und Gemüse. In einem Convini gibt es meistens nur Bananen, eventuell auch mal Mandarinen und vor allem Fertigessen, wie Sushi oder Onigiri, das mal eben so mitnehmen kann. Wirklich teurer sind die Sachen im Convini eigentlich nicht, im Supermarkt gibt es nur manchmal Angebote und Rabatte auf bestimmte Artikel.

Auch die zahlreichen Patisserien sind sehr zu empfehlen!

 

Bei den Früchten im Supermarkt beginnt auch wieder das Staunen über die Preise. Ein einziger Apfel kostet hier gerne mal 150 Yen (ca. 1,50 Euro) und auch bei Tomaten und Salat kommt man meist nicht an einer Stückzahl von einem Euro vorbei. Das ist im Vergleich zu unseren Preisen in Deutschland natürlich viel, man gewöhnt sich jedoch auch daran. Was je nach Saison recht günstig zu bekommen ist, sind Bananen, Mandarinen und Karotten. Eine Honigmelone ist hier etwas ganz Besonderes, da sie gerne zu verschiedenen Anlässen verschenkt wird. So eine Melone zum Verschenken kostet gerne mal 1,500 Yen (15 Euro) oder mehr. Es gibt auch Melonen für über 100 Euro, da wurden dann alle anderen Früchte des Baumes abgeschnitten, damit nur diese eine Melone wachsen kann. Da der Baum dann all seine Kraft in diese eine Melone steckt, ist sie etwas Besonderes und somit sehr wertvoll.

So ein japanischer Supermarkt ist für uns als Ausländer ziemlich spannend, da es dort auch unglaublich viele Sachen gibt, die so vom Aussehen her nicht identifizierbar sind. Da wären zum Beispiel die unglaublichen vielen Tütchen mit getrocknetem Fisch und Fleisch. Eingelegtes Gemüse, das wir so noch nie gesehen haben. Irgendwelche bunten Dinge im Tiefkühlfach, bedruckt mit Pikachu oder anderen Animecharakteren, die sich dann als zusammengepresstes Fischfleisch herausstellen. Es ist wirklich wahnsinnig interessant was es hier alles im Supermarkt gibt. Man sollte vielleicht einfach mal einen japanisch Freund oder eine Freundin mitnehmen, um sich erklären zu lassen was sich hinter den einzelnen Dingen versteckt. Man kann auch einfach mal etwas kaufen, das man nicht kennt und es probieren, das hat sich für mich immer sehr gelohnt, vor allem bei Süßigkeiten. Hier gibt es nämlich neben den uns bekannten Sachen, wie Mars und Snickers, viele typisch japanische Süßigkeiten, die total lecker sind. Geschmacksrichtungen wie Süßkartoffel, grüner Tess oder rote Bohnen mögen für uns zwar erst einmal ungewohnt klingen, schmecken aber sehr gut! Hier heißt es: Einfach mal probieren! Lustig sind auch die japanischen Versionen der Süßigkeiten, die wir so kennen, zum Beispiel gibt es hier Kitkat mit Kirschgeschmack, wegen der Sakurablüte, Oreos mit grüner Tee Geschmack oder auch Koala Kekse mit Erdbeer, Tiramisu oder Cappucino Geschmack. Das ist wirklich mal etwas völlig anderes und es macht Spaß das alles einmal zu probieren. Auch das Chipsregal ist definitiv einen Besuch wert, da man aufgrund der Beschriftung meist nicht ausmachen kann was für einen Geschmack die Chips haben. (Manchmal erkennt man es an den Bildern.) So bleibt einem nur einfach eine Tüte zu greifen und zu hoffen, dass es einigermaßen normale Chips sind, ohne eine seltsame japanische Geschmacksrichtung. Pflaumenchips solltet ihr übrigens unbedingt probieren, die schmecken sehr gut! 😀

Die Fleisch- und Fischabteilung in japanischen Supermärkten übertrifft unser Angebot bei weitem. Nicht nur in Vielfalt, sondern vor allem auch in Frische und Qualität. Die Preise für Fisch sind gerade hier in Fukuoka recht niedrig, da wir direkt am Meer liegen und hier viel Fischerei betrieben wird.

Ein Melonenbrötchen mit Erdbeercremefüllung

Sehr interessant sind auch die Backwaren in einem Supermarkt. Neben Melonenbrötchen gibt es dort die verschiedensten Dinge, wie zum Beispiel fertige Erdnussbutter Sandwiches, Kuchenrollen gefüllt mit Erdbeercreme, alle möglichen Backwaren mit Schokolade, Weißbrot (Toastscheiben) und Milchbrötchen. Es gibt auch dort wieder viele Dinge, die man so vorher noch nie gesehen hat. Wie gesagt, probieren lohnt sich! In manchen Supermärkten gibt es allerdings auch eine richtige kleine Bäckerei mit Baguettes, Weißbrot (am Stück), Donuts, usw. Hier ist sehr das Brot aus Reis zu empfehlen. Das ist irgendwie ein minikleines Brot, dafür aber sehr schwer und wird aus Reis hergestellt. Es schmeckt wirklich ganz wunderbar!

Wenn man etwas für ‚auf’s Brot‘ sucht, findet man, wie bei uns auch Frischkäse (Kiri, ca. 350 Yen), Erdnussbutter, Marmelade und auch wenn ich sie noch nicht mit eigenen Augen gesehen habe, Nutella. So richtig schönen Käse, am Stück oder in Scheiben gibt es hier allerdings nicht einfach so im Supermarkt zu kaufen. Dafür muss man eine Fromagerie aufsuchen, wo der Käse allerdings auch sehr teuer ist. Auch guten Schinken oder Wurst findet man eher im Feinkostladen.

Somit kommen wir also zu den Dingen, die es in einem japanischen Supermarkt nicht gibt. Ganz wichtig ist hier die Information, dass es oft keine Pflegeartikel gibt, so wie bei uns. Wer also nach Shampoo, Duschgel oder Dergleichen sucht, wird leider enttäuscht. Dafür gibt es aber bestimmte Läden, die eben nur diese Produkte führen. Einer von diesen ist auch meist nicht weit des Supermarktes zu finden. Man erkennt sie in der Regel daran, dass man von weitem nicht wirklich erkennt was das für ein Laden ist. Vollgestopft mit bunten Packungen, alle nicht identifizierbar. Ja, auch hier wieder das Problem, dass man bei den meisten Sachen einfach nicht weiß, was es ist. Hier in Japan gibt es aber auch einfach Dinge, die man als Europäer noch nie gesehen hat. Dazu sollte ich vielleicht mal einen extra Post machen. Shampooo und Duschgel werden hier meist in für uns gigantisch wirkenden Flaschen verkauft und sind dann auch dementsprechend teuer. Markenprodukte sowieso. Eine Flasche Sayoss Haarshampoo kostet ca. 10 Euro. (Und die sind auch bei uns so gigantisch.) Dafür halten diese Flaschen auch sehr lange. Ich habe hier bisher nur einmal Duschgel kaufen müssen, da mein Spender so riesig ist und einfach nicht leer wird.

Wer das aber alles billiger haben will, kann in einen 100 Yen Laden (Ein Euro Laden) gehen. Diese Läden sind nicht wie bei uns schmutzig und irgendwie sinnlos, sondern eher wie ein ganz normaler Supermarkt, in dem es wirklich alles gibt, eben nur in billiger Version. In gut sortierten 100 Yen Shops gibt es auch Schminke, Shampoo und alles was das Mädchenherz begehrt. Man darf nur eben keine besondere Qualität erwarten.

Alles in allem kann man sich hier in Japan aber sehr gut helfen, was so den alltäglichen Bedarf angeht, denn diese Läden gibt es eigentlich überall. Es ist nur eben alles etwas teurer, als bei uns. Aber wie gesagt, man gewöhnt sich daran.

Noch ein kleiner Tipp: Hier gibt es Zahnpasta Sorten mit lustigen Geschmacksrichtungen, wie Pfirsich oder Melone. Ich habe mich dazu verleiten lassen es mal auszuprobieren und ich fand es irgendwie ganz witzig. Allerdings hatte ich nicht wirklich das Gefühl, dass meine Zähne richtig sauber sind, da immer ein künstlicher Geschmack blieb. Vielleicht gefällt es euch ja, probiert es mal aus (:

 

PS.: Ich habe eine wunderbare Frage zu Animes und Manga in einem Kommentar gestellt bekommen und werde sie in meinem nächsten Post ausführlich beantworten! (Strähnchenliesl ich habe dich nicht vergessen!) Das ist nur ein Post, für den ich etwas Zeit brauche, man könnte nämlich ein Buch zu diesem Thema schreiben.

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Kategorie: Allgemein, Julies Reiseblog

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